Wappen_Wertherbruch

Gut Rodehorst Rodehorster Allee 11 46499 Hamminkeln OT Wertherbruch   Einer alten Legende zufolge soll Anfang des 15. Jahrhunderts der "arge Ritter Rowatasche" auf Rodehorst ein festes Haus gehabt haben. Ob er als Raubritter sein Unwesen trieb oder mit der Stadt Bocholt in privater oder politischer Fehde lag, ist nicht überliefert. Dagegen ist ziemlich sicher, dass um die Jahresmitte 1432 die Bocholter Bürgerwehr sein Anwesen eroberte und dem Erdboden gleich machte. Aus einer Urkunde vom 10. Februar 1448 geht hervor, dass sich mittlerweile Frank von Wittenhorst ein Haus "getymmert" (gezimmert) hat, das er Rodehorst nennt. Ob dieses Haus im spanisch-niederländischen oder im 30-jährigen Krieg zerstört wurde, ist nicht überliefert. Jedenfalls war nach diesen Kriegen nur ein Steinhaufen übrig. Das heutige Gutshaus stammt dagegen aus einer späteren Epoche. Sein Bau wird auf die Zeit zwischen 1650 und 1700 datiert. Sein Baukörper weist äußerst gefällige Proportionen auf. Flankiert von zwei Schornsteinen sitzt in der Firstmitte ein Dachreiter-Glockentürmchen. Auch dieses alte Haus ist mit viel Leidenschaft und hohem finanziellen Aufwand von seinen Besitzern wieder zu einem Prunkstück gemacht worden. Dieses Anwesen befindet sich ebenfalls in Privatbesitz und ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Da von der Hofzufahrt ein guter Blick auf die Front möglich ist, sollte die Privatsphäre respektiert werden.