Klosterkirche_ Marienthal_1 Klosterkirche_ Marienthal_Mitsommermarkt_2

Klosterkirche Marienthal An der Klosterkirche 8   46499 Hamminkeln OT Brünen-Marienthal Öffnungszeiten: 09:00-19:00 Uhr kein Eintritt (außer zu Veranstaltungen)   Im Juni 1256 unternahm Bischof Otto II. von Münster eine - sicherlich beschwerliche - Reise ins abgelegene Brünen-Beylar, wo der Bischof am 07. Juni feierlich das neue Augustinereremitenkloster weihte. Damit er als weltlicher Stifter des Klosters aber nicht vergessen wurde, verfasste Sueder IV. von Ringenberg 1258 eine Schenkungsurkunde. Der Inhalt der Urkunde erklärt auch den Namen des Ortsteils, war doch das Kloster der Christus-Mutter Maria geweiht. Im Laufe der Jahre verdrängte die Bezeichnung Marienthal den alten Flurnamen Beylar völlig. Von 1256 bis 1806 wurde das Kloster von Augustinereremiten bewohnt und bewirtschaftet. Heute ist die einschiffige Saalkirche spätgotischen Baustils ein Zentrum zeitgenössischer sakraler Kunst. Zu verdanken ist dies dem Pfarrer Augustinus Winkelmann, der hier von 1924 bis zu seinem Tod 1954 lebte und wirkte. Kubistische, konstruktive und abstrakte Kunstrichtungen, Ausprägungen des neuen rheinischen Expressionismus, setzten hier Akzente. Kostbare Fenster von Dieckmann und Wendling besaß die Kirche bereits 1929. Ein besonderes Kleinod für Kenner ist auch das Bronzeportal von Prof. Edwin Scharff, welches das "Credo" darstellt. Es gilt den Werken von Mataré in Köln und Salzburg und von Manzu in Rom als ebenbürtig. Sehenswert ist auch der angrenzende kleine Friedhof, auf dem nahezu alle Grabsteine Kunstwerke sind. Auf Geburts- und Sterbedaten wurde dabei bewusst verzichtet, um an die unbedeutend kurze Spanne des irdischen Lebens in Anbetracht des Ewigen Lebens zu erinnern. Heute ist Marienthal, auch aufgrund der hier stattfindenden Veranstaltungen wie z. B. den Marienthaler Abenden, Mittsommer- und Martinsmarkt sowie der hervorragenden Gastronomie, eins der beliebtesten Ausflugsziele am Niederrhein.

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